Au revoir les copines- Freundinnen kommen Freundinnen gehen

Freundinn

Wenn wir schon einmal bei den Unterschieden zwischen einer deutschen und einer französischen (oder internationalen) Schule sind, dann sollte man auch das gleich zu Beginn mal loswerden: Freut Euch nicht zu früh über neue Freundinnen, du kannst gar nicht so schnell gucken wie sie wieder weg sind. Drei Jahre sind wir inzwischen am Lycee. In der Zeit ging meine Freundin Zaya (perfekte Brunch-Meisterin, Top- Köchin und irre witzige Geschichtenerzählerin) zurück nach Paris. Meine Freundin Rosiane, die ich liebte wie meine eigene Schwester, packte gleich einen ganzen Container und zog nach Buenos Aires und meine Freundin Anne-Laure ging mit ihren 4 Kindern Richtung Schweiz. Jedes Mal blieb ich trauernd und still zurück. Meine Kinder hatten wieder ein paar nette Freunde verloren (Zoe wird dieses Jahr nach Bangkok ziehen, Ella Richtung Frankfurt) und ich nahm mir vor mich AUF GAR KEINEN FALL mehr an „expats“ zu binden.
Allerdings ist das leichter gesagt als getan. Während die Expat Frauen hier in Hamburg ankommen und Angst haben keine Freundinnen zu finden, freue ich mich geradezu auf die Neuzugänge. Soviele spannende Geschichten warten darauf erzählt zu werden, die meisten von ihnen haben einen Lebenshorizont, von dem ich nur träumen kann. Also werde ich ab nächste Woche- wenn die Schule wieder beginnt- erneut meine Expat-Trüffel-nase in den Wind hängen und nach neuen Bekanntschaften, spannenden Frauen und netten Kindern suchen. Und sollte eine ganz besonders Nette dabei sein werde ich wieder hoffen, dass für sie und ihre Familie Hamburg möglicherweise die letzte Station auf der Reise ist und sie bleiben. Andernfalls müssen mein Mann und ich vielleicht die Zelte abbrechen und auch auf grosse Reise gehen, aber noch sind wir nicht so weit…

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