Madame, Bonjour…die französischen Umgangsformen gefallen mir

so fühle ich mich manchmal

so fühle ich mich manchmal

Eigentlich finde ich uns Deutsche ja insgeheim ziemlich unhöflich. Gehe ich morgens aus dem Haus und zum Bäcker oder in die Reinigung heisst es im besten Falle: „Moin!“, manchmal kommt auch nur ein langgedehntes, „Naaa?“, was so viel beinhaltet wie Guten Morgen, kann bzw. MUSS ich Ihnen helfen, Lust habe ich keine. Kaum einer sagt mehr Guten Morgen oder geschweige denn meinen Namen (falls er ihn denn weiss)..Kaum im Lycee der Kinder angekommen ändert sich das. Bonjour Madame sagt der Pförtner und kurz darauf lächelt mich die Direktorin an. „Bonjour Madame“..Danach begegne ich meinem Lieblings-Betreuungs-Lehrer und auch hier wieder „Bonjour Madame, ca va?“. Das alles gibt es in verschiedensten Schattierungen, aber sie haben eines gemeinsam, es fühlt sich unfassbar gut an so höflich behandelt zu werden. In Gedanken wächst mir bereits ein Hut, ein Sonnenschirm und eine Kutsche holt mich vorm Portal ab, doch HALT! Wir sind ja gar nicht im 18.Jahrhundert, es ist völlig N-O-R-M-A-L..Leider hat unsere Sprache nicht die geringste Möglichkeit dieselben Worte anzuwenden oder wie würde mich der Bäcker morgens wohl angucken, wenn ich hereinkomme und fröhlich “ Guten Tag mein Herr“flöten würde…Aber es hätte so viele Vorteile. Nicht nur, dass es netter, freundlicher und zuvorkommender ist, man muss sich auch keine Nachnamen merken. Es gilt als absolut ausreichend. Bonjour Monsieur zu sagen. Ob er nun Pascal oder Dubois mit Nachnamen heisst, ist egal. Also für heute klarer Vorteil an die Franzosen und ich sinniere weiter darüber nach, wie ich das irgendwie in meinem deutschen Alltags-Teil unterbringen könnte.

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