aus dem Urlaub zurück bin ich – urlaubsreif…

36 Stunden ist es her, dass ich dem schönen Südfrankreich den Rücken gekehrt habe – und geht es nach mir – bräuchte ich jetzt dringend Urlaub. Es ist schon faszinierend, wie so eine Rückkehr aus dem Urlaub auch 2015 noch aussieht. Trotz aller Emanzipation und gut erzogener Kinder packt Mama die Koffer ein, im Urlaub aus, im Urlaub wieder ein und dann kommt mein persönlicher Lieblingsmoment. Das Taxi hält vor unserer Haustür, die Schlüssel im Schloss werden umgedreht und innerhalb von 10 Minuten sind meine armen, spielzeugentwöhnten Kinder in ihren Zimmern verschwunden – hinter ihnen eine Spur aus Socken, Schuhen, Kuscheltieren, Tick Tack (vom Flughafen) und Dreck! Während ich ihnen noch wüste Drohungen hinterherrufe („räumt wenigstens eure Rucksäcke auf“ “ wenn ihr eure Spielsachen nicht selbst aufräumt gibt es kein Kika, Taschengeld, Süssigkeiten etc..die üblichen im Nichts verpuffenden Drohungen eben…, macht sich mein Gatte, der das Spiel schon kennt aus dem Staub und gibt vor wichtige Aufgaben zu erledigen. Punkt 1) Er ordnet die Post. Das bedeutet er schiebt 200 Werbebroschüren beiseite, findet alte interessante Ausgaben von Sportteilen, die dringend gelesen werden müssen und macht dazu ganz und gar unbedarft den Fernseher an. Punkt 2) während ich keuchend und übel transpirierend die Treppen rauf und runter renne, Wäsche wasche und 1500 Details meiner Kinder wieder an die richtigen Stellen schleppe kommt vom Sofa ein schuldbewusstes: „Liebling, nun setz dich doch mal, ruh dich aus“. Da wir dieses Spiel schon 12 Jahre lang spielen, kratze ich ihm an dieser Stelle nicht die Augen aus sondern fauche nur leise und renne weiter durch die Gegend. Punkt 3) irgendwann erwacht mein Gatte wieder zum Leben (oder sein Magen) und er stellt die Frage aller Fragen: was gibt es zum Essen? Spätestens an dieser Stelle droht normalerweise die Klassische Post-Urlaubs-Ehekrise. Inzwischen haben sich auch die Kinder dazugesellt. Victoria hätte gerne Spagetti Bolognese, Valentina eine Pizza, Papa Sushi und ich hätte gerne ein 1 Zimmer Appartement in einer anderen Stadt, um meine Familie sich selbst zu überlassen. Dieses Mal allerdings habe ich meinen Mann mit Liste in den Supermarkt geschickt. Ein Novum, ganz und gar unerhört. Aber er hatte den dummen Fehler begangen, es mir anzubieten und anders als sonst habe ich nicht die perfektionistische Hausfrau gegeben, die alles SELBST macht. Während er weg war habe ich alles stehen und liegenlassen, geduscht und mir danach ein Feierabend Bier eingegossen. Und obwohl Cookie unsere Katze mir zwischenzeitlich einen toten Vogel vor die Füsse legte, habe ich mich nicht aus der Ruhe bringen lassen. So wie es Männer eben normalerweise machen. DAS KANN ICH AUCH!

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