Hilfe, mein Kind wird Lehrerin!!!!Über einen seltsamen Tag mit pädagogischem Ende

Grundsätzlich ist so ein Leben mit Kindern ja eine Bonbontüte voller Überraschungen. Freut man sich auf bestimmte Dinge oder Unternehmungen, wollen sie auf einmal nur noch nach Hause aufs Sofa. Plant man einen netten Bastelnachmittag ein wollen sie unbedingt im strömenden Regen auf den Spielplatz. Gestern war ich es ausnahmsweise einmal, die die Planung durcheinandergeworfen hat, weil ich dummerweise erst mein Parkticket im Supermarkt verloren hatte und dann – beim Versuch mit der Park-ticket-Einsatzzentrale zu telefonieren- mein Portemonnaie vorm Automaten liegen liess, um nur ja nicht zu spät zur Schule meiner Kinder zu kommen. Ich weiss nicht warum es diese „ichhabemeinenKopfzuHausevergessenTage“geben muss, aber bitte schön, wenn sie dann da sind dann immer richtig. Ich fuhr also Richtung Schule und war schon fast da (30 Min Fahrzeit!) da rief mich eine ehrliche junge Dame an, sie hätte mein Portemonnaie gefunden und würde es nun beim Fleischer abgeben. Bis dahin hatte ich selbstverständlich nicht einmal gemerkt, dass es in meiner Tasche kein Portemonnaie mehr gab und nun stand ich vor der Schule und durfte meine Kindern nach einem langem Schultag davon überzeugen, wie toll doch die Idee wäre zu EDEKA in St Pauli  zu fahren…Meine strenge ältere Tochter war genervt, der Plan war eigentlich Zirkusschule, aber gut, dann eben Geldbörsen-Rückführungsaktion.

Das Ende vom Lied war folgendes: Vor dem Supermarkt fand gerade eine tolle Aktion statt, bei der Kinder riesige Lehmskulpturen bauen konnten und darin spielen durften. Meine taten dies dann auch -im strömenden Regen – und alle meine Gegenargumente verhallten wirkungslos. („Mama, was können wir denn dafür, dass du hier dein Portemonnaie liegengelassen hast, wir wollen jetzt hier spielen!“)image

 

Zu Hause angekommen reinigte ich Auto, Schuhe, Hosen, Jacken von klebrigem Lehm und ärgerte mich über diesen blöden, blöden Nachmittag. Als ich mit Putzen fertig war , sah ich dass meine Tochter ein neues Kühlschrank Kunstwerk geschaffen hatte. Eine Art Barometer des Betragens. Vorbild war eines in der Schule und nun hing es hier: Oben auf der Skala stand „excellent“ (ihrer Meinung nach für mich unerreichbar), gefolgt von „Bravo!“ und weiter unten „pas bien“ und „Sanctions“ (Bestrafung). Wäscheklammern mit Namen konnten jeweils an die richtige Stelle geknipst werden.

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imageUnd was soll ich sagen? Ich hatte zumindest ein „Bravo“ gestern. Victoria auch. Cookie unsere Katze hing etwas weiter unterhalb…und das Beste? Valentina hatte sich selbst erst gar keine Wäscheklammer gegeben…Sie will später einmal Lehrerin werden und sowie es aussieht übt sie schon fleissig!

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