Wie lange kommt eigentlich noch der Weihnachtsmann – über das Jahr 8 mit Weihnachtsmann und die Frage wann es meinen Kindern “jemand” sagt

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Also eigentlich hatte ich ja schon im vergangenen Jahr damit gerechnet, als Valentina in die Schule kam: mit diesem furchtbaren Moment, wenn meine Tochter verzweifelt und verheult nach Hause kommt, um mir zu sagen, dass sie es nun wüsste, dass es keinen Weihnachtsmann gäbe. All die Lügen – oh Gott – wie sehr hoffe ich, dass die beiden Mädchen mir das nicht übelnehmen, sondern wie schon Generationen von Kindern vor ihnen damit klarkommen und es akzeptieren, dass man es ihnen einfach so schön wie möglich machen wollte. Verrückterweise kamen beide unbeschadet durch das erste Schuljahr -ohne den Glauben an den Weihnachtsmann zu verlieren und nun wo wir wieder anfangen mit der Familie zu planen, wer wie wo Weihnachten feiert…muss ich mir wohl oder übel etwas einfallen lassen.

Das Problem oder nicht Problem ist vor allem meine älteste Tochter: Für sie ist der Weihnachtsmann einfach ALLES. Er ist nicht nur der Mann, der die Geschenke bringt, er ist auch Tröster, Sorgenfresser, weiser Mann, manchmal denke ich sogar ihre Verbindung zum Weihnachtsmann ähnelt mehr der der meisten Menschen zum lieben Gott. Letztes Jahr fing ich einen Brief ab, der an den Weihnachtsmann gerichtet war, in dem sie darum bat, ihre alte Erzieherin aus Kindergartentagen zurückzubekommen. Ihre neue Lehrerin mochte sie nicht und da sie ihre Mutter in solchen Fällen für (zu Recht) machtlos hält, hat sie eben den Weihnachtsmann gefragt. Als dann wenig später auch noch tatsächlich Post vom Weihnachtsmann kam ( das hatte Oma München eingefädelt), in dem zwar nichts von besagter Lehrerin stand, dafür aber sonst eine Menge netter Dinge..schwebte Valentina auf einer Glücks-Wolke, wie sie grösser nicht hätte sein können.

Schwierig für uns, dass dieses Gebilde nicht plötzlich einstürzt und einen Trümmerhaufen namens Valentina zurücklässt. Erst gestern sassen wir im Auto und besprachen Weihnachten, da sagte sie: “Mama, mir reicht es jetzt allmählich. Jedes Jahr kommen wir vor der Kirche und haben gerade so eben den Weihnachtsmann verpasst. Dieses Jahr will ich ihn treffen, koste es was es wolle.” Da wir auch dieses Jahr gerne in die Kirche gehen wollen, müssen wir nun wohl oder übel einen Weihnachtsmann buchen. Für unsere fast 8 jährige Tochter. Ich mache mir jetzt schon in die Hosen, dass sie den Fake dieses Mal durchschauen wird. (deswegen haben wir die letzten Jahre immer gesagt er sei schon weg). Aber andrerseits…. dieses Jahr ist es doch sicher das allerletzte Jahr …oder?

 

3 Kommentare

  1. Haha, kenne ich sehr gut! Bei Kind 1 hatten wir Angst, dass er in der 3. Klasse von seinen Freunden ausgelacht wird, daher haben wir ihm die “frohe” Botschaft überbracht. Das nimmt er uns heute noch übel. Kind 2 hat es bereits in der 2. Klasse durchschaut, fühlte sich dann aber ganz erwachsen, weil wir gemeinsam für Kind 3 das ganze Schauspiel aufrecht erhalten haben. Die gebuchten Weihnachtsmänner sind super, nicht zu vergleichen mit Onkel Willi oder Nachbar Huber. Unbedingt machen, ist so schön! Liebe Grüße, Katharina

      • Der große wollte und will den kleinen Bruder vor der schrecklichen Wahrheit retten und die mittlere ist unfassbar stolz, dass sie zu den großen (Lügnern) gehört….

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