Montage sind Krankheitstage – zumindest bei uns…

Eines meiner Lieblingsbücher ist das Sams. Da heisst es…“ am Montag kam Herr MON zu ihm und am Dienstag hatte er Dienst und am Mittwoch war Mitte der Woche (am Donnerstag donnerte es und am Freitag hatte Herr Taschenbier frei…).

Bei uns ist es so: am Montag kommt der Virus zu uns, am Dienstag erholen wir uns davon und ab der Mitte der Woche darf dann auch ich endlich wieder etwas anderes tun als müde Kinder zu betreuen, die sich ab Donnerstag zu neuer Hochform steigern, die sie am Wochenende auf die Spitze treiben, um am Montag wieder krank zu sein.

Seit Wochen ist einer von uns Montag zu Hause. Vor 3 Wochen war ich krank, die Woche darauf die Grosse, heute beide. Ich suche nach Gründen für diese völlig vergeigten Wochenstarts, aber ich finde keine. Weder treibe ich meine Kinder Sonntags nackt durch den Schnee, noch gucken wir Samstag Nachts gemeinsam Freitag 13. Nein, wir verhalten uns wie völlig normale Familien.

Normalerweise hätte ich ja auch Montags Tennis. Mein Tennislehrer hat schon etwas ältere Kinder, deswegen will er mir die Geschichte von den ewig kranken Kindern nicht glauben. Für ihn muss es so aussehen, dass ich mich am Wochenende mit meinem Gatten dem Nichtstun hingebe, zuviel esse und trinke und am Montag schlicht nicht mehr in der Lage bin auf dem Platz zu erscheinen und 45 min am Stück von links nach rechts gehetzt zu werden. Ein bisschen ist da ja auch was dran…also an letzterem. Denn irgendwie sind wir Montags alle immer in einem tiefen, tiefen Energie -Loch. Dienstags zerre ich mich dann mühsam an den Haaren voran da wieder raus, aber selbst wenn wir nicht krank sind fühlen wir uns trotzdem Montagig schlecht.

Ich habe aus diesen verrückten Wochenbeginn-tagen (das Wort M..tag spreche ich jetzt nicht mehr aus) die Konsequenz gezogen. Ich nehme mir NICHTS mehr vor. Gemeinsam mit meinem Tennislehrer habe ich beschlossen, die Stunde auf Donnerstag zu verschieben. Freitags ist dann noch Pilates und alle journalistischen Schreibarbeiten erledige ich ohnehin von zu Hause. Da stört auch das subjektive Gefühl von schwerster Krankheit nicht besonders. Was den versäumten Stoff betrifft…., die Lehrerin hat mir heute alle Hausaufgaben per Mail geschickt und so sitze ich nun schon seit über einer Stunde mit meiner Tochter am Unterrichtsstoff von heute. TGIW! (Thanks God it’s Wednesday) heisst es mir ab jetzt, denn zumindest an 2 oder eventuell sogar 3 Tagen in der Wochen sollte ich eventuell Dinge erledigen können, die über den Kinder-Horizont hinausgehen. Und wenn nicht? Dann eben nicht!

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