Blockstarre beendet – es geht wieder los..

Regen löst bei mir eine kreative Grundstimmung aus. Warum das Sonne nicht kann, kann ich nicht sagen, aber Regen – oder noch viel besser Nebel – legt sich über mich wie eine beruhigende Blase und – anders als an den Tagen, an denen ich dann noch schnell den Garten mache, die Wäsche wasche, zum Recyclinghof fahre, die Schränke ausmiste….hilft Regen mir ungemein zur Ruhe zu kommen.

Seit 3 Tagen regnet es und seit 3 Tagen schleiche ich um meinen Computer wie ein Jäger um seine Beute. Über 3 Monate habe ich NICHTS geschrieben und wenn man diese Grenze erst einmal überschritten hat, kommen Gedanken hoch, wie “ sollte ich den Blog lieber aufgeben?“, „warum schreibe ich nicht lieber ein Buch“ oder “ wen interessiert das schon?“.

Als ich diese Woche als Interviewgast in der Hamburger Akademie für Publizistik eingeladen war, stellten mir unbedarfte, angehende Journalisten genau diese Frage. Sie hatten alles über mich recherchierten und fragten mich neben vielen anderen Dingen auch warum ich von Mai bis September eine Lücke in meinem Blog hätte.

Die Wahrheit ist, in den vergangenen 3 Monaten waren meine Kinder eine lange Zeit krank, wir haben uns grosse Sorgen gemacht und wir hatten eigentlich zum ersten Mal seit der Geburt der Kinder das Gefühl, dass nur noch eines zählt: nämlich ihre Gesundheit. Zwar sind beide inzwischen wieder fit, aber das Gefühl von Bedrohung will bei mir noch nicht weichen. Ich fühle mich wie ein Muttertier, dem etwas angetan wurde und darüber habe ich kurzfristig meinen Humor verloren, den ich brauche, um diesen Blog so zu halten, wie ich ihn wollte: Selbstironisch, witzig, eben nicht so ernst.

Diese Woche ging bei uns wieder die Schule los und wie immer gingen damit auch die schon altbekannten Problemchen los: falsche Klasse, falsche Freundinnen, gute Lehrer, schlechte Lehrer, heulende Kinder, Termine. Müde Mütter, müde Kinder. Noch nie habe ich diese Rituale so genossen, wie jetzt. Mitten im Nebel begebe ich mich ab jetzt wieder auf die Suche nach den lustigen Begebenheiten unseres Alltags und hoffe die Schreibstarre ist hiermit aufgelöst.

 

 

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