Häusliche Enge und neue Erkenntnisse. Corona sei Dank

Heute ist der Internationale Tag des Nasenbohrens. Wer hätte das gedacht!Es gibt ja die absurdesten Tage, wenn man davon 365 zu vergeben hat, aber den Tag des Nasenbohrens? In Corona Zeiten ist ein derartiger Festtag höchst umstritten und so wunderte ich mich auch nur wenig, dass eine Medizinerin der Berliner Charité sogleich dazu aufrief, das Nasenbohren zu unterlassen: „So könne der Virus weiter verbreitet werden.“ Wo sie Recht hat, hat sie recht, aber sagen sie das mal den Zigtausenden Kindern da draussen auf der Strasse, deren Finger quasi in ihrer Nase festgewachsen sind? Meine Töchter haben damals im Prinzip einen neuen Nationalsport daraus gemacht. Und auch als Heuschnupfenopfer, wie ich eines bin, ist Nasenbohren durchaus etwas, was vorkommt. Dauernd kratzt und kribbelt es, muss ich mir jetzt jedes Mal die Hände desinfizieren? Ziemlich entscheidende Fragen, die an so einem WELTTAG aufgeworfen werden, dessen Ursprung völlig im Dunkeln liegt, wie ja auch das, was wir beim Nasenbohren herausholen wollen…

Meine Tochter hat seit gestern Corona. Also, sie vermutet, das sie es hat. Wie immer in den letzten Wochen fühlt sie sich schlecht, aber seit gestern – sagt sie- hat sie auch ihren Geschmackssinn verloren. Meine ärztliche Meinung will ja keiner hören, aber mit grosser Verwunderung sah ich zu, wie das Kind ohne Geschmackssinn ein Steak vertilgte und bei der Kräuterbutter vor Genuss laut aufstöhnte. Kann man bei Corona etwa Kräuterbutter extra schmecken? Heute Morgen servierte ich dem armen, kranken Kind Tee und ein Nutellabrot ans Bett. Ich muss gestehen, es war aus niederträchtigen Gründen. Da sie weder Fieber noch andere bedenkliche Zeichen hat, wollte ich ihren Geschmackssinn testen und siehe da, das Nutella Brot brachte ihr Gesicht zum Leuchten: Meine Diagnose als Dr.Dr. Mutter: Erhöhtes traumatisches Phlegma nach zu viel Homeschooling, wenig Sport und übermässigen Corona News im Fernsehen.

Apropos Fernsehen: Mein Mann und ich gucken derzeit die Serie Narcos auf Netflix. Das ist nichts für schwache Nerven, da das Leben von Pablo Escobar, dem kolumbianischen Drogenbaron wirklich gepflastert von Leichen ist. Ständig wird jemand umgebracht und zwischendurch brauche auch ich mal eine Pause von all den Opfern. De Serie ist dennoch toll, aber eben nur in Häppchen zu geniessen.

Selbstverständlich geben wir uns Mühe, dass kein Kind in der Nähe ist, wenn halb Medellin sich gegenseitig erschiesst, aber neulich sass unsere Kleine bei uns, als Pablo ausnahmsweise einmal nur mit seiner Familie eine nette, ungefährliche Szene hatte. V. war sehr nachdenklich danach und erklärte ihrem verdutzten Vater, er sähe aus wie Pablo Escobar. Er hätte den selben, zu männlichen Gang und überhaupt sei da eine grosse Ähnlichkeit. Wir haben es nicht verstanden, aber denken noch darüber nach, ob es ein Kompliment oder eher ein Problem ist. V. hat ohnehin sehr mit allem Männlichen zu kämpfen. Meinem Mann riet sie neulich, sich die Achseln zu rasieren, das sei viel männlicher, als so schrecklich viele Haare da zu haben. Warten wir ab, was als nächstes kommt.

Für heute erwarte ich keine weiteren Dramen mehr. Das Kind will Germanys Next Topmodell gucken, was bei mir eigentlich auf dem Index steht. Mal sehen, ob uns auch ein paar fiese Fragen danach einfallen. Vielleicht sagen wir ihr, dass sie uns an Heidi Klum erinnert? Aber nein, so gemein sind wir nicht…..

Corona ungeachtet – Mein Pubertier muss wieder zur Schule

Endlich gibt es einen Termin für das Ende meiner Lehrtätigkeit. Am 4.Mai soll – zumindest die Grössere – wieder zur Schule. Ich bin mal gespannt, wie das funktionieren wird. Bis zuletzt scheint niemand zu wissen, wie und wann, wieviele Kinder in welchen Fächern unterrichtet werden sollen. Grossartige Voraussetzungen für den Unterricht, aber ich freue mich dennoch. Ein Kind weniger, das ich mit ekelhaften Druckmitteln aus dem Bett quälen muss und mich schon eine Stunde später fragt, wann es sein Handy endlich haben darf. Sechs Wochen nach dem Rückzug von aller Normalität hat Corona nicht unbedingt das Beste aus uns gemacht. Ich verwechsele Tage, gehe zu spät ins Bett, finde Dinge nicht mehr wieder. Es ist als ob eine grosse Trägheit sich über mein Gehirn gelegt hätte und jede kleine Aufgabe schon eine Aufgabe zu viel sein könnte.

Kein Wunder, dass es unter solchen Umständen auch zu Kämpfen mit den angehenden Pubertieren kommt. Neulich hatte meine grosse Tochter 9 Stunden Bildschirmzeit auf dem Handy. Der Schock sass auf beiden Seiten tief. Verwahrlosung würde es wohl am besten umschreiben. Aber es ist tatsächlich so, dass auch mein Mann und ich zuweilen (es war am Wochenende) stundenlang im Garten liegen und dem grossen Kind Glauben schenkten, dass es Hausaufgaben machen wollte. Die hat sie im übrigen tatsächlich gemacht, aber dazu gab es entweder Musik oder ein Telefonat oder ein bisschen TikTok. Und irgendwann waren 9 Stunden erreicht. Was macht man als Eltern, wenn man eigentlich die Schuld zuerst bei sich sucht? Man wird wütend. Und das wurden wir dann auch und alle meine tollen Bücher, die ich gerade über das Verständnis pubertierender Mädchen gelesen hatte, waren wieder zunichte.

Darin hatte ich gelernt, dass immer BEZIEHUNG im Vordergrund steht (kann man natürlich nicht aufbauen, wenn man mit Mann im Garten liegt, wobei die Beziehung zu IHM so deutlich besser wird)

Wut soll man lernen wegzuatmen (ein.aus.ein.aus.ein) Sonst einfach mal den Kindern sagen:“ Du ich gehe mal in ein anderes Zimmer und muss Dampf ablassen, wir sprechen danach.“ DAS werde ich wahrscheinlich nie lernen, denn wenn ich wütend werde, hat das einen Grund und dann will ich ja, dass die andere Seite das weiss.

Im Grossen und Ganzen war das Buch dennoch in Ordnung (bzw. die Bücher, ich mache keine halben Sachen) Einerseits war es schuld an Valentinas 9 Stunden, denn an dem Tag habe ich alle ausgelesen, andrerseits verstand ich, dass hyperautoritäre Grenzen in dieser Zeit nichts bringen. Es gilt, Kontakt zu halten, selbst wenn es schwer fällt. Also atmete ich tief ein und aus, als mir meine Tochter kurz darauf sagte, sie fände mich streckenweise so peinlich, dass sie nicht in einem Raum mit mir sein wolle.

Gut, dass das jetzt bald anders ist. Das Schicksal schickt sie zurück ins Klassenzimmer und ich darf mich auf EIN Schulkind konzentrieren, das ich noch eine Weile zu Hause unterrichten darf. Die hat zwar auch keine Lust mehr, ist aber mit 10 Jahren noch etwas lenkbarer. Mal sehen, wie lange noch.

Neulich sah ich bei Facebook einen Post, der mir im Einzelnen zeigte, was im Grossen gerade passierte. Eine Freundin von mir, erfahrene Journalistin, die schon aus Kriegsgebieten in Afrika berichtet hat und vieles mehr, fährt um Kiel herum nun Brötchen aus. Eine Frau, die Journalistenkurse gibt und mit der ich jahrelang Nachrichten gemacht hat, bringt den Menschen Brötchen, für 450 Euro im Monat. Sie hat drei Kinder zu ernähren und sich selbst. Sie hat keine Wahl. Wie so viele andere auch, aber es im einzelnen zu sehen, war doch schockierend. So viele Menschen, die schon jetzt nicht mehr wissen, wie sie ihr Leben finanzieren sollen…Wo soll das bloss enden???

Ab Montag herrscht in Hamburg Maskenpflicht und es erstaunt mich sehr, dass die Hamburger darauf mehr oder weniger unvorbereitet reagieren. Gestern war die Schlange vor unserem Maskenschneider so lang, dass unsere Einkaufsstrasse voll von Menschen war, die noch eine ergattern wollten. Aber diese Maskenpflicht war doch alles andere als eine Überraschung?! Auch vor der Einführung der PFLICHT war doch schon klar, dass man mit Masken sich und andere schützen kann. Sind wir Deutschen wirklich so obrigkeitshörig, dass wir lieber gar keine tragen, nur weil ein paar Virologen und Politiker sich darüber streiten, ob und wieviele Viren in welche Richtung durch den Stoff dringen könnten?Besser eine als keine, muss die Devise lauten und ehrlichgesagt, selbst eine dieser Mega Masken mit Filter von denen ich welche habe, werden offenbar nicht anerkannt. Ich habe ihnen heute den Namen EGOISTEN Masken gegeben. Warum? Eine Freundin von mir, die sich in einer Krebstherapie befindet war mit der Maske, (die ich ihr extra zum Schutz gegeben hatte), zur Infusion erschienen und man erklärte ihr, sie solle sie abnehmen. Sie sei zwar geschützt (was ja im Falle so einer Erkrankung eigentlich das Wichtigste sein sollte), aber durch den Filter, der auf diesen Masken sitzt, könnten andere angesteckt werden. Die Alternative war eine dieser dünnen OP Masken. Dass ich das nicht verstehe, ist hoffentlich nicht schlimm, oder? All diese kranken Menschen sitzen dort nah auf nah bei der Chemo und anderen Therapien und dann nimmt man ihr diese Masken, um die sich in Hamburg alle Arztpraxen prügeln, einfach weg. Seltsam.

Zum Schluss noch diese als Bajuwarin wichtige Angelegenheit. Die Wiesn wurde abgesagt. Nicht, dass ich da in den vergangenen Jahren noch hingegangen wäre, aber es ist so undenkbar, wie wenn Söder Weihnachten streichen würde. Die Wiesn war einfach IMMER und selbst in dem Jahr als es dort einen Bombenanschlag am Eingang des Oktoberfests gegeben hat, wurde nicht abgesagt. Nun schlägt ein Virus alles. Ich fürchte wir müssen uns die kommenden Monate noch auf viel mehr gefasst machen.

Die positivste Meldung von gestern: Hamburgs Einbrüche sind um 45 % zurückgegangen. Endlich einmal ein schöner Corona Effekt. Wir sind alle zu Hause und das nervt die, die reinwollen. Wie wunderbar. Nur in der Gegend um Harburg soll der Effekt nicht zum Tragen gekommen sein. Warum konnte mir der Zeitungsartikel allerdings auch nicht sagen.

So, nun beginnt ein weiterer schöner Tag in der Reihe der vielen sonnigen Corona Tage. Meine Kinder wollen keine Hausaufgaben machen, ich auch nicht und die Lösung werde ich wohl nicht bei Google finden. Drücken sie mir die Daumen, dass mir was einfällt, um den müden Haufen hier zu motivieren. Nichts ist schwieriger als das.

Ich weiss, dass ich nichts weiss. Über das Warten auf irgendwas.

Geht Ihnen das auch so? Am Anfang haben wir stündlich Nachrichten geguckt, haben Fallzahlen studiert, den Verdopplungsquotienten und wie das nicht alles heisst. Wir waren kleine Virologen und wenn man – wie ich – noch etwa 10 weitere angeblich intelligente Nachrichtenblogs abonniert hatte, kam man aus dem Lesen nicht mehr raus. Würde man meine Infokurve zeichnen, sähe sie dramatisch aus: steil nach unten fallend. Ich interessiere mich inzwischen so gut wie gar nicht mehr für die Nachrichten. Auch wenn ich die ZDF Heute immer gucke, weil es einfach MEINE Sendung war (die ich einst stolz moderiert habe) kommt spätestens dann der Fremdschämeffekt , wenn der oder die Moderatoren ankündigen: „Und hier die aktuellen Zahlen der Johns Hopkins Universität. Es klingt inzwischen wie: „Und hier die Lottozahlen “ oder “ und „hier jetzt noch das Wetter“. Ich will es nicht wissen.

Wissenswert wäre, wie es mit meinen faulen Kindern weitergeht, die -während ich diesen Blog schreibe- noch nicht aus den Betten zu kriegen waren. Jeden Tag legt sich ein grösseres Phlegma über uns und sie sind immer schwerer zu etwas motivieren.

Gestern war ich kurz davor meinen Lehrerjob endgültig hinzuschmeissen, weil unsere Schule an jedem irgendwie möglichen Wettbewerb teilnimmt und während andere Freundinnen von mir locker durch 2 morgendliche Schulstunden kommen, sitze ich nachmittags immer noch am Tisch, um Dateien irgendwelcher Moosversuche zu konvertieren, die dann am Montag in den nächsten Wettbewerb eingeschickt werden sollen.

Gestern war der Mathe Känguru Wettbewerb. 75 Minuten sollten die Kinder Zeit haben für 4 Seiten Knobelaufgaben und Mütter sollten selbstverständlich NICHT helfen. Ich habe mich im Vorfeld bereits gefragt, warum sie das dann unbedingt zu Hause durchziehen müssen? In der Schule klappt so etwas, aber zu Hause? Nennen sie mir ein Kind, das nicht verzweifelt seine Mutter angucken würde, wenn es vor ihm etliche unlösbare Aufgaben hat. Was mich gestern wieder einmal zu der Frage brachte, ob ich zu den moralisch verwerflichen Kategorien von Müttern gehöre. Ich arbeite NICHT 6 Stunden am Tag mit Ihnen, ich bin froh, wenn ich mal für mich Zeit habe, ich helfe bei Experimenten, damit die Sache irgendwann abgehakt werden kann und ich habe auch nichts dagegen, dass sie nachmittags am Computer spielen. Neulich erzählte mir eine befreundete Mutter, sie würde die Kinder morgens früh wecken, dann gäbe es zwei Lernslots bis 16 Uhr!!!!Mit einer längeren Mittagspause (immerhin). Danach müssten sie Sport treiben und dann gäbe es Abendessen.

So etwas deprimiert mich zutiefst. Ich weiss nicht, wer mir mehr leid tut. Die Kinder, die Mutter oder ich, die ich in solchen Momenten das Gefühl habe, das aus meinen Kinder nie etwas werden wird, weil sie von mir nur Blödsinn lernen.

Apropos Blödsinn, ich schrieb ja bereits darüber, dass mein Intellekt bedrohlich abflacht. Von Maria Theresias Biographie (nie zu Ende gelesen) zu Beginn der Pandemie, hin zu englischen Krimis und nun bin ich bei Pubertät Ratgebern (sehr erheiternd und vor allem aufbauend) und einem wunderbaren Buch über den alternden Hals von Nora Ephron. Sie war eine der einflussreichsten Frauen der amerikanischen Filmindustrie und ihr haben wir so tolle Filme wie Harry und Sally oder Schlaflos in Seattle zu verdanken. Aber zurück zum Buch. Es heisst:“ Der Hals lügt nie“ und wurde mir von einer durchaus klugen Frau empfohlen, die sagte, sie hätte lange nicht mehr so gelacht. Und Tatsache ist, es ist köstlich. Ab 43 altert unser Hals und egal, was wir mit unserem Gesicht anstellen oder welche guten Gene wir haben oder uns anoperieren, der Hals zeigt unser wahres Alter. Jeden Nachmittag liege ich nun im Garten und lache vor mich hin, wenn sie beschreibt, wie in New Yorker Lunch Restaurants beinahe alle Frauen der Gesellschaft Stehkragen, Schals oder Rollkragenpullover tragen.

Sehr zu empfehlen für alle Frauen über 43

Vielleicht sollte ich auch nochmal ein Buch schreiben, über wabblige Oberarme. Die Kinder sind der Meinung, dass man die besser auch nicht mehr zeigt. Wenn sie sehr gemein zu mir sind, kommen sie von hinten und piksen mir in die unteren Oberarme und wenn es dann wackelt, schreien sie glücklich vor lauter Ekel darüber, dass an ihrer Mutter nicht alles so fest und straff ist wie an Kylie Jenner, die sie- sehr zu meinem Unglück- toll finden.

Aber noch einmal zurück zur Überschrift: heute erreichte uns wieder einmal ein Elternbrief der Schule und ich wollte ihn schon gar nicht mehr öffnen, weil ich den Inhalt ahnte. Auch Frau Merkels Rede hat unsere Schulleitung nicht deutlich klarer werden lassen. Sie beraten jetzt, wie es weitergehen könnte, aber eigentlich wissen sie es auch nicht. Es muss hart sein in diesen Tagen eine Schule zu leiten.Irgendeiner meckert immer. Da lobe ich mir doch meine antike Einstellung zu den Dingen:

Ich weiss, dass ich nichts weiss.

Damit kommt man immer weiter. In diesem Sinne, einen schönen Tag.

Corona = Normal – und was danach?

Die 5. Woche Rückzug ist angebrochen bzw. wir befinden uns bereits mitten drin und alles hat sich eingespielt. Ich gehe sogar soweit zu sagen, dass ich es normal finde. Zu Hause sein, lernen, kochen, schlafen, essen und wieder essen. Manchmal mache ich mir etwas Sorgen um meinen Energiepegel. Noch nie war ich so müde wie jetzt, was die Frage aufwirft, ob ich DAVOR unachtsam über meine Bedürfnisse hinweggefegt bin und jetzt spüre, wie ich mich wirklich fühle. Oder aber, das Nichtstun macht müde. Ich fürchte letzteres dürfte stimmen. Nach 4 Tagen Home-schooling-freier Zone an Ostern, wunderbaren Wetters, grösstmöglichster Harmonie zu Hause und so weiter und so fort, beschloss ich gestern, dass es Zeit für Aktivität sei. Nach unser vormittäglichen Schuleinheit musste ich mit der Grossen zum Pneumologen (ja ausgerechnet), wo sie Ihren vierteljährlichen Lungenfunktionstest machen musste. Nicht ganz unbeschwert klingelten wir an der Praxistür, ziemlich in Sorge, dass wir überall auf Corona Patienten treffen könnten und bekamen erst einmal nur eine Stimme zu hören:

„Haben sie einen Termin?“. Wir: „Ja.“ Praxis: „gut dann dürfen sie in den ersten Stock hoch, aber noch nicht eintreten, bitte erst den Zettel ausfüllen.“ Das taten wir dann auch und bekamen einen Liste von evtl. Beschwerden wie Durchfall, Halsschmerzen und Husten. Wenn man auch nur einmal „Ja“ ankreuzte, durfte man direkt wieder gehen. Bei „nein“ blieb die Option ein weiteres Mal zu klingeln. Da wir Nein angekreuzt hatten, klingelten wir also und wurden alleine in ein Wartezimmer geführt, was normalerweise so voll ist wie der Hauptbahnhof am Mittag.

2 Wartezimmer gibt es in der Praxis und genau 2 Patienten dürfen in die gesamte Praxis. Ich war beeindruckt, wie vorsichtig und effizient dort die Corona Problematik gelöst wurde.

Irgendwann hatten wir unsere Tests erfolgreich hinter uns und ich beschloss mit V. noch zum Recyclinghof zu fahren. Leider lehrt uns Corona nicht nur zu Hause zu bleiben, sondern auch Geduld zu haben, denn was machen wir Deutschen, wenn wir zu Hause bleiben? Wir misten aus. Die Schlange zum Wertstoffhof war so lang, dass selbst meine pubertierende Tochter mit mir redete – was sollten wir auch sonst tun.

Wahnsinn! Alle wollen das EINE: Ausmisten

Nächster Punkt auf meiner Liste der Dinge, mich aktiv zu halten war die Waschstrasse und auch da lag ich offensichtlich voll im Trend des deutschen Corona Bürgers. Wieder eine lange, lange Schlange und wieder reihte ich mich tapfer ein. Meine Tochter sprach inzwischen für ihre Verhältnisse schon richtig viel. Das Programm Autowaschen war nur noch Nebensache.

Um dem Ganzen noch die Krone des Alltäglichen aufzusetzen, beschloss ich zum Schluss noch den Baumarkt anzusteuern, um ein paar Balkonpflanzen einzukaufen. Und spätestens jetzt wurde mir klar, wie gewöhnlich meine Bedürfnisse wirklich waren. Auch hier warteten etwa 50 Menschen darauf sich Balkonpflanzen zu kaufen. Vielleicht gab es ein paar Ausnahmen, die noch ihr Gartenhaus streichen wollten, aber das Gros steuerte wie ich den Gartencenter an – also irgendwann dann, nachdem wir in sauber eingeteilten Reihen etwa 40 Minuten auf Einlass gewartet hatten.

Fazit des Tages: Ich bin wie alle. Das muss ich erstmal sacken lassen.

Weiteres Fazit: Das schadet nicht, denn so bin ich endlich mal wieder mit meiner leicht entfremdeten Tochter ins Gespräch gekommen. Ich habe ALLES über Computerspiele erfahren und warum es ihrer Meinung nach entscheidend ist sein gesamtes Taschengeld im Internet zu lassen. Eventuell kann ich mir die Ratgeber doch sparen, die ich bestellt habe. (wie verstehe ich mein Pubertierendes Kind?). Vielleicht besteht die Lösung darin, sich in quälend lange Schlangen zu stellen und keine Wahl zu haben auszuweichen. Ach und Zuhören scheint gut zu sein, selbst wenn Computerspiele nicht ganz meine Thematik sind.

Nach einem kleinen Schlusstop im Supermarkt riss ich mir zu Hause Maske und Handschuhe runter und sprang frisch desinfiziert gegen 18 Uhr ins Bett. Ich war völlig erschöpft. Früher hätte ich so einen Nachmittag mit links erledigt, heute muss ich mich erst einmal erholen. Für morgen ist nichts geplant ausser Schule und Klassenchat. Das werde ich hinbekommen. Und dann warten wir auf Frau Merkels Rede und darauf, ob das Leben danach wieder so wie früher weitergeht. Ich weiss wirklich nicht, ob ich das schaffen werde. Die Verlangsamung hat sich 5 Wochen lang in mir ausgebreitet, ich werde mindestens 5 Wochen brauchen um wieder in dieses rasante, alte Tempo zurückzufinden. Bleibt die Frage, ob die jetzige Ruhe nicht normaler ist, als das was davor war? Ich habe das Gefühl erstmals seit langer, langer Zeit wieder Gefühle zu haben wie in meiner Kindheit. Das ist so schön, dass ich davon süchtig werden könnte. Aber ob die Schulen und alles andere wirklich schon wieder öffnen, bleibt abzuwarten. mein Lieblingscartoon der letzten Tage hat es nett zusammengefasst:

Ohne Moos nix los…

Eigentlich ist das ja eine selten blöde Überschrift, aber das Thema Moos stürzt mich in tiefe Verzweiflung. Gerade erst habe ich den letzten Berg an schulischen Herausforderungen überstanden, da steht eine Versuchsreihe an: Flechten und Moose. Wieviel Wasser sie aufnehmen können und so weiter. Das sollte machbar sein, auch wenn es schon wieder nach etlichen Stunden Elternhilfe klingt, aber das Problem, das wir offenbar nicht einkalkuliert haben ist, dass Moos für uns Moos ist. Sprich, alles ist EINE Art und nicht drei verschiedene. Gestern bin ich mit meiner Tochter losgeradelt und wir haben gesucht: An Bäumen, unter Bäumen, am Wegesrand, im Park, am Ufer eines Flusses…Tolle Radtour, wunderschön, nur das Moos, das wir gefunden haben, sah immer gleich aus. Abends habe ich auf Moos-Webseiten recherchiert, wie denn die anderen 6000 Moose beispielsweise aussehen und wo man sie finden könnte, aber auch da wurde ich nicht viel klüger. Einige sind ausgestorben, andere wachsen im Moor (haben wir hier gerade nicht zur Hand) und dann immer wieder die Moosart, die wir hier haben, die überall wächst. Heute gehen wir nochmal in den Hamburger Hirschpark. Das Wetter ist schön und meine Tochter freut sich, ist ja auch besser als am Computer zu hängen und Versuche zu notieren, die nicht klappen können, weil es das immer gleiche Moos ist. Ich bin genervt.

das ist das Moos, ich bräuchte aber noch 2 weitere Arten
auch am Fluss gibt es kein Moos (oder wir sehen es nicht)

Die Corona Stimmung um uns herum verändert sich langsam. Nachdem sich anfangs alle zurückgezogen haben, gibt es nun vermehrt auch wieder Anrufe, Besuche am Gartenzaun und ähnliches. Radikal abgenommen hat – zumindest bei mir- der endlose Fluss von lustigen Corona Filmchen auf dem Handy. Die ersten Wochen musste ich mir zum Angucken der Filme einen eigenen Slot im Tagesablauf nehmen, so viele waren es. Jetzt haben wir offenbar alle genug gelacht, zwischendurch ist sogar hin und wieder ein Film über den Osterhasen dabei.

Mein Highlight der bisherigen Woche war der Plan mit den Kindern Sushis zu machen. Eigentlich nur ein müder Versuch sie wieder einmal vom Handy wegzulocken, aber auch eine Sparmassnahme, weil sie am liebsten täglich Sushis bestellen würden. Also habe ich den ganzen Kram im Supermarkt gekauft, den Sushi Reis eingekocht und mir – ebenso wie bei der Torte neulich- nicht viel erwartet. Überraschenderweise aber haben wir es hingekriegt ohne mit den Füssen bis zum Hals in verklebtem Sushireis zu stehen. Die ersten waren noch etwas gross, aber das Ergebnis war top. Kappa Maki und Avocado Maki. Sehr lecker.

sehen gut aus, oder?

Erkenntnis 804XY aus den Corona Zeiten: Ich traue mich Sachen, die ich vorher im abendlichen Stress nie gemacht hätte UND es klappt. Mein nächster Plan ist es mit meinem Mann Dinge auszuprobieren, die wir bislang unter „schwierig“ verbucht haben und die uns schmecken: Zabaione, Soufflee, solche Dinge.

Und um mal nicht nur über Corona und die zwischenmenschlichen Folgen zu schreiben: es ist hart zu sehen, wie die Kinder gross werden. Irgendwie scheinen mir 5 bis 6 Jahre verlorengegangen zu sein, weil alles zu schnell ging. Gestern Abend sagte die Grosse, als ich mit ihr kuscheln wollte, was denn mit mir los sei, woher dieses Bedürfnis nach dauernder (dieses Wort wurde leicht genervt, fast ironisch ausgesprochen)Nähe käme. Danach ist sie schnell abgehauen, weil sie wohl eine weitere Umarmung fürchtete.

Die Kleinere lässt mich noch kuscheln, zeigt aber kritische Tendenzen: „Mami, was ist das Dunkle an deinen Augenbrauen, schminkst du dich da etwa, also wenn ich ehrlich sein darf, das sieht nicht gut aus.“. „Mami du musst die Haare an deinen Kinn zupfen, du bist doch keine Oma.“ „Mami kannst du bitte zum Friseur gehen, deine Haare werden grau“ ..Am blödsten wurde es mir aber gestern auf unserer Fahrradtour. Während sie weit voraus fuhr, redete sie ununterbrochen mit mir und ich verstand so gut wie nichts. Nach dem dritten Mal „Wie bitte?“ meinerseits, platzte ihr der Kragen: „Weisst du Mama, das nervt so sehr , dein ewiges wie bitte, hörst du schlecht oder wirst du einfach alt?“ Das sass. Denn ich höre sehr, sehr gut und – wie ich als Tochter einer anderen leidgeplagten Mutter – weiss bedeuten diese Art Sätze nicht, das was sie sagen. Die Übersetzung lautet:

Ich werde grösser und sehe du bist doch nicht die fehlerfreie , makellose Göttin, für die ich dich 10 Jahre lang gehalten habe. Da das auch für mich traurig ist, werde ich nun doppelt verletzend.

Das muss ich nun erstmal verdauen. Also nicht, dass ich angeblich schlecht höre, sondern, dass es mit der tiefen Verehrung offenbar vorbei ist.

Woche 4 – wo geht es hin?

Es kommt mir ewig vor, dass das Leben ganz normal war. 4 Wochen plus 2 Wochen Frühlingsferien, das macht 6 Wochen Kinder minimum 12 Stunden am Tag, also ca. 300 Stunden „la totale“ wie der Franzose sagen würde.. Was hat sich geändert? Das anfängliche „Hurra, wir machen jetzt ganz besondere Sachen zusammen!!“ ist einem „Ausweichen“ gewichen. Jeder nimmt sich mehr und mehr Platz in irgendwelchen Ecken, denn so sehr wir uns alle lieben, so sehr sehe ich auch bei den Kindern das Bedürfnis nach Ruhe vor ihren Eltern. Meine Grosse verkriecht sich viel in ihrem Bett und liest, die Kleine fährt Runde um Runde Skateboard die Strasse rauf und runter. Mein Mann liebt sein Handy und ich meine Serien und meinen englischen Krimi. Man kann nicht vier Wochen lang Monopoly oder Mensch Ärger Dich nicht spielen. Erkenntnis Nummer 1.

Wir sind fauler geworden. Noch fauler. Zwischenzeitlich hatte ich mir so interessante junge Damen, wie Stephanie Giesinger (ehemaliges GNTModel) runtergeladen, um ihre brutalen Boot Camp Übungen nachzumachen und am Ende so auszusehen wie sie. Meine Lust liess allerdings schnell nach, als ich vor dem Badezimmer Spiegel rumhampelte und aussah wie eine Oma kurz vorm Kreislaufkollaps. Eine meiner Freundinnen geht täglich joggen. Jedes Mal, wenn ich das höre, wird mein Schweinehund noch grösser. Mein Mann sagte gestern, die Spanne zwischen dem wo er gerne wäre und dem was er tatsächlich TÄTE sei so riesengross, dass er am liebsten gar nichts mehr machen würde. Erkenntnis Nummer 2. Corona macht uns doch nicht zu besseren Menschen. Mehr Zeit heisst nicht immer mehr Inhalt.

Dazwischen immer wieder Hilfsschule. Und Verwahrlosung. Neulich habe ich meine Tochter dabei ertappt, dass sie mehrere Tage das gleiche Oberteil trug. Es ist schwer, das zu bemerken, weil das Gros der Oberteile schwarz ist, aber mir fiel der Geruch auf und ich fragte – noch sehr höflich- von wann das T Shirt sei. Sie sagte, sie wisse es nicht, es sei sehr gemütlich und sie schlafe auch schon seit fast einer Woche damit.

Oh. Mehr kam nicht mehr aus mir raus. Erkenntnis Nummer 3. Vorsicht mit verletzbaren Äusserungen. Wenn alle eingesperrt sind, sind Streits deutlich schwerer auszuhalten, als verschwitzte Klamotten.

Bei mir kommen mehr und mehr graue Haare zum Vorschein. Ich dusche immerhin noch regelmässig, schon weil der Heuschnupfen mich dazu zwingt. Jogginghosen sind hier stark im Kommen. Zum einen, weil mein Bauch immer dicker wird und so ein elastischer Bund sooo viele Vorteile hat und zum anderen, weil ich ja nicht rausgehe. Warum also all die Mühe, wenn man zwischen Aufstehen und Schlafengehen nur kocht und aufräumt oder Lehrerin spielt?

In Jena ist ist ab heute Maskenpflicht. Da ich davon ausgehe, dass das auf uns auch zukommt, habe ich neulich in der Einkaufsstrasse bei uns ums Eck begeistert Masken gekauft. Unser türkischer Schneider war der Erste, der so klug war auf den Zug aufzuspringen und macht seitdem tolle Masken. Es gibt sie in allen Farben, gepunktet oder mit kleinen Ankern für Kindern. Der neue Trend 2020 wird die Maske! Das ist schon mal sicher.

Hochspannend fand ich DIESE Meldung:

„Seismologen messen weltweit weniger seismisches Rauschen. Dazu gehören Vibrationen, die durch Autos, Züge und Menschen täglich erzeugt werden. Ohne sie bewegt sich die obere Erdkruste weniger. Der Seismologe Thomas Lecoq vom Royal Observatory in Belgien hat dieses Phänomen in Brüssel beobachtet. Nachdem dort Maßnahmen eingerichtet wurden, um das Infektionsrisiko mit dem Coronavirus zu verringern, hatte sich das Hintergrundrauschen um 30 bis 50 Prozent reduziert. Das entspräche dem, was normalerweise am Weihnachtstag gemessen wird. „

Erkenntnis Nummer 4: Wenn es mit uns Menschen schon nicht besser wird, der Erde tut es auf jeden Fall gut.

Am Wochenende wurde in Hamburg das Wetter deutlich besser und natürlich waren wir nicht die Einzigen, die das festgestellt haben. An der Elbe unten musste man sich durch Massen von Menschen drängen, die offenbar nichts von diesem neuartigem Virus Phänomen mitbekommen haben. Zwischendurch immer wieder beherzt Polizisten, die den Menschen höflichst versuchten zu erklären, dass das nicht geht. Wir sind schnellstens davongelaufen und am nächsten Tag spät abends wiedergekommen. Und was soll ich sagen? Ich verstehe nicht, warum ich das in 6 Jahren an der Elbe nicht schon öfters gemacht habe. Wellenrauschen, Sonnenuntergang und das Kind und ich fast ganz alleine (das andere Kind mag solche Ausflüge nicht). Wir werden das sicher wiederholen.

endlich alleine, die Elbe ab 20.30

Weil man ja abends ab und zu mal liebe Menschen treffen will, haben wir unlängst unsere Nachbarn zum Apero im Garten getroffen. Zwischen uns der Zaun (zum Glück noch nicht dicht bewachsen) und das gute Gefühl, dass wir eine wunderbare Zeit hatten, ohne jemanden zu nahe zukommen.

nur unklar zu erkennen, unsere lieben Nachbarn

Überhaupt ist bei uns inzwischen der Morgen der neue Abend. Da die Kinder mangels Auslauf abends einfach nicht müde sind und voller Enttäuschung dabei zusehen, wie ihre Eltern gähnend um 22 Uhr zusammenbrechen, haben wir jetzt den Morgen entdeckt. Kein Kind regt sich am Wochenende vor 11 Uhr. In der Zeit haben mein Mann und ich alle Themen, die uns wichtig sind besprochen, zweimal gefrühstückt, noch viel mehr Cafe getrunken und Zeitung gelesen.

Trotz aller positiven Verdrängung dessen, was gerade passiert, kommt immer mehr auch die Frage nach dem Schuljahresende der Kinder auf. Wie werden sie in diesem Jahr benotet? Was ist fair, was ist unfair? Werden sie überhaupt nochmal zur Schule gehen? Wie werden wir den Stoff aufholen? Unser Umzug nach Paris ist auch auf Eis gelegt. Wir wissen nichts und das fühlt sich komisch an. Schliesslich sind wir normalerweise durchgetaktet bis Weihnachten. Ein hartes Entzugsprogramm, aber wirkungsvoll, weil es uns entlastet und wir uns besinnen, auf das was JETZT ist.

Heute Morgen las ich, dass im New Yorker Zoo jetzt auch ein Tiger und 6 andere Artgenossen an Corona erkrankt sind. Wie ist das denn bitte passiert? Hat der kranke Pfleger versucht den Tiger zu umarmen oder ihm die Hand zu geben? Oder gar ihn zu küssen? Ich versteh das nicht, muss ich aber vielleicht auch nicht. In jedem Fall wäre es bei den Meerschweinchen ein logischeres Phänomen gewesen.

Corona Leere-Corona Druck

Es ist eine verrückte Gefühlsmischung diese Quarantäne Wochen. Confinement nennen die Franzosen es und ich finde der Ausdruck trifft es irgendwie gut: Beschränkung heisst das und beschränkt sind wir ja nun wirklich. Manchmal trifft mich diese Leere wie ein Paukenschlag. Zum Beispiel heute: eigentlich wird meine Schwiegermutter 75. Tage wie diese sind zum Feiern da, aber stattdessen haben wir vorhin Kuchen und Blumen dort vorbeigebracht, als sie nicht da war und danach per Face Time gesungen. So schön das ist, so leer ist es auch. Als ich meine Mutter vorhin anrief und fragte, wie es ihr geht, sagte sie, gut soweit, aber wenn sie einen Wunsch freihätte, dann würde sie gerne in die Stadt fahren und einen Café trinken und irgendetwas shoppen, völlig egal was.

Ich kann das nachvollziehen. Ich möchte auch etwas Leichtes tun, etwas Profanes, nichts was unser Leben ändert, das Klima oder unser Bewusstsein, sondern einfach nur was nettes Kleines, so wie Eisessen gehen mit Freundinnen und Kindern.

Drei Wochen Confinement liegen hinter uns, ein Ende ist nicht abzusehen und wir halten uns bisher brav an alle Regeln. Wir sehen niemanden, gehen mit Maske einkaufen und lernen zu viel für die Schule. Womit wir auch bei der Überschrift wären. Hier zu Hause schwanken wir zwischen leerer Müdigkeit und zu grossem Schuldruck. Wenn ich Nachmittags das überambitionierte Programm der einzelnen Lehrkräfte durch ab, steht mir nicht mehr der Sinn nach Camus oder Kafka (ich hatte mir so einiges vorgenommen). Auch die Fenster habe ich nicht geputzt, den Keller nicht entmüllt, gar nichts. Briefe habe ich noch nicht geschrieben, obwohl ich wollte, aber dann habe ich mir den Daumen ziemlich übel in der Mikrowelle verbrannt und nun arbeite ich mit links und habe schlechte Laune.

Ja, ich gebe es zu, ich bin einem Corona Tief. Den absoluten Tiefpunkt habe ich übrigens gestern erreicht, als ich nach getaner Schularbeit fast 4 Stunden in einer völlig verdreckten und verklebten Küche stand, um den Ehrgeiz meiner kleineren Tochter umzusetzen: Sie wollte für ihre Oma einen Geburtstagskuchen backen und liess sich nicht auf meine Vorschläge ein: Marmorkuchen: NEIN! Zitronenkuchen:NEIN!Sandkuchen mit Schokoüberzug: NEIN! Ihre Lieblingssendung heisst „das grosse Backen“ und da geht nichts ohne Buttercreme, Biskuitböden, Schokogrenache und mehr. Ich habe mich darauf eingelassen und nach 4 Stunden entnervt und wirklich am Ende meiner Kräfte, aufgehört. Unser Kuchen sah aus wie ein Cheeseburger in rosa und ich versuchte mich zu beruhigen, dass Oma-Liebe keine Ästhetik kennt, sondern nur den guten Willen. Das der Plan war, eine Corona-Virustorte zu backen muss ja niemand wissen.

Der Biskuitteig war noch zu bewältigen

Hier der Cheeseburger in rosa – also die Geburtstagstorte….

Der Oma haben wir es dann heute aber dennoch erklärt. Nicht, dass sie denkt, sie bekommt einen Igel, weil sie so stachelig ist oder noch blöder. weil sie in einen langen Winterschlaf gehen soll…Man merkt schon, mein Intellekt ist in üblem Zustand. Nachher trinken wir noch ein Glas Champagner auf sie, natürlich am Handy. „Houseparty“ ist die App der Corona Zeit, da können wir uns alle treffen und so tun, als ob es normal wäre und wenn das treffen vorbei ist, legen wir auf.

Unser Corona Virus…die fertige Torte (man beachte unten am Boden eine Reihe von dreckigen Handtüchern, sehr hygienisch)

Im übrigen habe ich beschlossen, ETWAS lesen ist besser als gar nichts. Da die intellektuelleren Bücher meinen leeren Geist nicht mehr erreicht haben, bin ich zu meiner guten, alten Elisabeth George zurückgekehrt. Endlich etwas, wo ich bekomme, was ich kenne. Scotland Yard, Barbara Havers (Kommissarin) und der adlige Kollege Linley und einen ungelösten Mordfall. Und dann erst der Titel: WER STRAFE VERDIENT… Ich gehe jetzt gleich nach oben und lese weiter. Ich tippe nicht auf den Pfarrer, ein Gärtner ist auch nicht dabei, dann war es vielleicht ein Student.. ?

Corona Tag wieviel?

Geht Ihnen das auch so? Am Anfang wusste man noch, wann und wie das alles angefangen hat. In unserem Fall war es sogar sehr einfach, weil Hamburg direkt nach der Rückkehr aus den Frühjahrsferien dicht gemacht hat, aber auch das liegt gefühlt Wochen zurück. Ich weiss an manchen Tagen nicht, ob es Dienstag oder Donnerstag ist. Wochenenden erkenne ich daran, dass mein Mann weniger telefonieren muss. Seit der Zeitverschiebung kann ich noch nichtmal mehr die Uhrzeit einschätzen.

Diese Woche hat meine Schwiegermutter Geburtstag und wir können nicht zu ihr. Irgendwie werden wir uns in vernünftigen Abständen vor dem Gebäude postieren müssen, damit sie uns wenigstens SEHEN kann und wir ihr ein Ständchen singen können. Gewöhnungsbedürftig, nach wie vor.

Die Tage haben eine unstrukturierte Struktur bekommen. Aufstehen (nicht zu früh), an den Schreibtisch, Hausaufgaben mit den Kindern bis Mittags. Essenspause, dann evtl nochmal Schule, je nach Stoff. Nie vergessen, dass auch Bewegung wichtig ist, also raus in den Garten oder zumindest JUST DANCE vor der WII…Nachdenken, was man abends essen könnte. Nachdenken, was man – ohne etwas zu erleben- in diesen Blog schreiben könnte. Nachdenken, wann das alles vorbei ist.

Heute müssen wir zum ersten Mal RAUS. Also RAUS, nicht im Sinne von Supermarkt oder Spazierengehen (mit Riesenabstand zu anderen) sondern RAUS OHNE Abstand. Meine kleine Tochter hat sich gestern irgendetwas verrenkt und kann vor Schmerzen gar nichts mehr machen, geschweige denn schlafen. Also gehen wir zum Osteopathen. Es fühlt sich für mich irgendwie gerade irre gefährlich an, so schnell gewöhnt man sich an die Isolation von anderen Menschen. Wir werden uns also nachher Masken umbinden, die wir glücklicherweise haben und hinausgehen.

irgendwie kriege ich keine Luft

Wer weiss, ob das nicht ohnehin der Weg ist. Seit gestern hat wieder ausgerechnet das kleine Land Österreich einen entscheidenden Schritt nach vorne gemacht, über den jetzt alle diskutieren. Dort muss man ab heute Mittag Masken tragen, wenn man in den Supermarkt möchte. Und wenn das der Weg ist unser Leben wieder aufzunehmen? Wenn wir alle Masken tragen würden, in der Schule, in der Arbeit, auf der Strasse? Dann könnte unser Leben vielleicht wieder losgehen und wir müssten nicht diese immer grösser werdende Angst haben, was mit unserer Wirtschaft passiert und damit mit unserem Leben.

Ich habe mir für heute vorgenommen, Briefe zu schreiben. Dinge zu tun, die man in unserem „alten“ Leben nie tat, weil es angeblich zu stressig war. Jeden Tag möchte ich mir etwas vornehmen, was diese Leere sinnvoll füllt und mir das Gefühl gibt, dass sich die Zeit ausdehnt und mehr wird. Und Nachrichten gucke ich immer weniger. Virologen auch nicht, ändert eh nichts an der Lage.

Dank Corona zeigt die Waage neue Rekorde

Heute Morgen war ein schwieriger Morgen. Nicht nur, dass die Stimmung bei uns allen im Keller war, weil man nach fast 2 Wochen Isolation so langsam einen Lagerkoller bekommt; nein es war auch dieser Moment beim Zähneputzen, als mir klarwurde wie lange ich keinen Sport mehr gemacht habe. Während ich also in langen kreisenden Bewegungen mein Zahnfleisch massierte, umkreiste ich in ebenso langsamen Bewegungen die Waage. Irgendwie war mir klar, dass das Ergebnis mich nicht begeistern würde, aber am Ende stieg ich mutig drauf und fiel fast runter.

3 Kilo mehr, ein bisschen was davon sicherlich schon in den Märzferien in Südfrankreich angefuttert, aber da diese nahtlos in die Corona Quarantäne übergegangen sind ,war da nichts mehr zu retten. So und da stehe ich nun mit diesen Virus Kilos und weiss, es wird nicht besser. Ich meine, wie machen Sie das? Meditieren Sie sich die Leere weg, lesen Sie alte Klassiker und machen brav Gymnastikübungen vorm Fernseher oder joggen Sie Treppen rauf und runter?? Seitdem mein Fitnesscenter zu hat und der Tennisplatz gesperrt ist, habe ich endlich Gründe nichts mehr zu tun.

Hübsch aufgehängt und nett anzusehen: Das nie durchgeführte Sportprogramm

In mir hat Corona das Schlechteste vom Schlechtesten hervorgebracht. Mein Schweinehund und ich leben in einer gemütlichen WG und überlegen uns alle 30 Minuten, wie man mich noch glücklicher machen könnte. Ein Pudding auf dem Sofa? Eine Schokolade, während ich mich durch den Lernstoff der Kinder quäle? Oder ein fettes Sandwich mit Ei und Schinken und Remoulade (lecker!!!). Auf sozialen Netzwerken sehe ich, wie Menschen die Ergebnisse ihrer perfekten veganen Ernährung posten und überhaupt insgesamt nur zu besseren Menschen werden während dieser Krise. Klar, jetzt wo man so viel Zeit hat, ist es doch herrlich Gemüse zu schnippeln und endlich einmal das vegetarische Kochbuch auszuprobieren. In der Theorie sehe ich das auch so – in der Praxis setze ich das bei 2 Mahlzeiten pro Woche um, den Rest der Zeit habe ich Hunger, möchte ein Loch in meinem Magen und meiner Seele stopfen gegen die schlechten Nachrichten aus Italien und Spanien, gegen das Alleinsein gegen die blöde Schularbeit. Mein natürliches Phlegma gegen das ich seit 48 Jahren mühsam ankämpfe klatscht täglich erfreut in die Hände: Endlich ruht sich Caroline aus und hetzt nicht durch die Liste ihrer hohen Ansprüche. Mein Phlegma weiss allerdings nicht, dass das nicht gesund ist, was ich mache und das mein schlechtes Gewissen täglich grösser wird.

Foodblogs sind meine neue Zeitung. Keine schlechten Nachrichten. Bunte, schöne Bilder, der Magen knurrt schon, wenn ich mir die Fotos angucke. Und ich bin ja nicht allein damit. Meine Freunde und ich haben kaum noch Gesprächsstoff. Wir erleben ja auch nichts mehr. Also sprechen wir im schlimmsten Fall über die Entwicklungen der Pandemie und im besten Fall über unsere verschiedenen Mahlzeiten. Man tauscht sich aus, beichtet sich Sünden („gestern Abend 4!Hanuta und eine Tüte Chips..Was du auch?“) und inspiriert sich dazu mehr zu essen, denn das hält ja bekanntlich Leib und Seele zusammen.

Gestern Abend war ich mit meinem Mann spazieren und versuchte vergeblich endlich mal wieder auf 10.tausend Schritte am Tag zu kommen (derzeitiger Schnitt: 200). Als wir schon auf dem Rückweg von der Elbe nach Hause waren kamen wir an unserem benachbarten Glascontainer vorbei und staunten: Offenbar waren wir mit unseren Lastern doch nicht allein: Der Container quoll über von Flaschen und um es noch deutlicher zusagen, es waren KEINE Wasser oder Limonadenflaschen. Also gibt es wohl doch nicht nur Alkoholabstinente Veganer da draussen. Ich bin beruhigt und trinke trotz weiterer Kalorien jetzt erst einmal ein Glas Wein.

Huch was haben unsere Nachbarn denn gemacht?
Hübscher Anblick

Corona, ich brauche Ferien…

Gab es diesen Moment wirklich einmal, als die Kinder und ich aufschrien: „Schulfrei, juchhuuuuu!!!“? Heute würde keiner von uns mehr jubeln, wir haben das „Homeschooling“ so satt. Normalerweise blühen ja im Internet schnell irgendwelche Verschwörungstheorien auf. Rund um den Corona Virus gibt es einige. Aber ist eigentlich noch niemand auf die Idee gekommen, dass es eine Verschwörung der Lehrerschaft sein könnte, die uns maximal ehrgeizige Elterngeneration auf den Pott setzen will, um zu sagen: SO IST DAS MIT DEM UNTERRICHTEN. BEVOR IHR UNS NOCH EINMAL KRITISIERT, MACHT ES SELBER. IHR SEID DRAN, IHR BLÖDEN HELIKOPTERMENSCHEN .. Ich muss mich mal herumfragend, was meine Freundinnen von dieser Theorie halten, aber leider ist niemand erreichbar. Alle meine Freundinnen arbeiten jetzt als Aushilfslehrerinnen fulltime. Unsere Pläne, die Fenster zu putzen, Ablage zu machen oder endlich mal den Zaun zu kärchern sind unter einem Berg von Lernmaterialien begraben worden. Morgens werde ich schon wach und denke, nein ich will heute kein Mathe machen und nein ich möchte auch nicht 18 Seiten im Deutsch Arbeitsheft mit meiner Tochter durcharbeiten. Noch weniger möchte ich landwirtschaftliche Nutzflächen vergleichen. (Zitat ich an Tochter: “ also äh da rund um Düsseldorf scheint es viele Kühe zu geben und in Schleswig Holstein auch ..“) Jeden Morgen, wenn wir eine Sache abgearbeitet haben, warten im Schulserver mindestens 3 neue Arbeitsaufträge, jeder davon lang und unerschöpflich. Kann denn jetzt mal einer STOP rufen? Gibt es da draussen wirklich so viele Kinder, die das ohne Meckern und Probleme machen? Heute ging per Whats app ein angebliches Schreiben der französischen Kulturbehörde herum: Sehr wahrscheinlich hat es eine verzweifelte Mutter geschrieben, die sich anders nicht traut zu sagen, dass es reicht, aber für alle, die den Text noch nicht kennen kommt er hier:

Schreiben des französischen Bildungsministeriums an alle Eltern :

Liebe Eltern mit schulpflichtigen Kindern

Möglicherweise neigen Sie dazu, einen minutengenauen Zeitplan für Ihre Kinder zu erstellen. Sie haben große Hoffnungen auf stundenlanges Lernen, einschließlich Online-Aktivitäten, wissenschaftlichen Experimenten und Buchberichten. Sie beschränken die Technologie, bis alles erledigt ist! Aber hier ist die Sache …

Unsere Kinder haben genauso viel Angst wie wir jetzt. Unsere Kinder können nicht nur alles hören, was um sie herum vor sich geht, sondern sie spüren auch unsere ständige Spannung und Angst. Sie haben so etwas noch nie erlebt. Obwohl die Idee, 4 Wochen lang nicht zur Schule zu gehen, großartig klingt, stellen sie sich wahrscheinlich eine lustige Zeit wie Sommerferien vor, nicht die Realität, zu Hause gefangen zu sein und ihre Freunde nicht zu sehen.

In den nächsten Wochen werden die Verhaltensprobleme Ihrer Kinder zunehmen. Ob es Angst, Wut oder Protest ist, dass sie die Dinge nicht normal machen können – es wird passieren. Sie werden in den kommenden Wochen weitere Anfälle, Wutanfälle und oppositionelle Verhaltensweisen sehen. Dies ist normal und wird unter diesen Umständen erwartet.

Was Kinder jetzt brauchen, ist sich wohl und geliebt zu fühlen. Fühlen, dass alles gut wird. Und das könnte bedeuten, dass Sie Ihren Zeitplan auseinander reißen und Ihre Kinder ein bisschen mehr lieben müssen. Kekse backen und Bilder malen. Spielen Sie Brettspiele und schauen Sie sich Filme an. Machen Sie gemeinsam ein wissenschaftliches Experiment oder finden Sie virtuelle Ausflüge in den Zoo. Starten Sie ein Buch und lesen Sie gemeinsam als Familie. Kuscheln Sie sich unter warme Decken und tun Sie nichts.

Machen Sie sich keine Sorgen, dass sie in der Schule rückwärts gehen. Jedes Kind ist in diesem Boot und alles wird gut. Wenn wir wieder im Unterricht sind, werden wir alle den Kurs korrigieren und sie dort treffen, wo sie sind. Lehrer sind Fachexperten! Wähle keine Kämpfe mit deinen Kindern, weil sie nicht rechnen wollen. Schreien Sie Ihre Kinder nicht an, dem Programm nicht zu folgen. Setzen Sie keine 2 Stunden Lernzeit ein, wenn sie sich dagegen wehren.

Wenn ich Ihnen eines überlassen kann, dann ist es das Folgende: Am Ende wird die psychische Gesundheit unserer Kinder wichtiger sein als ihre akademischen Fähigkeiten. Und was sie in dieser Zeit fühlten, wird ihnen noch lange erhalten bleiben, nachdem die Erinnerung an das, was sie in diesen vier Wochen getan haben, längst verschwunden ist. Denken Sie jeden Tag daran.

Bleibt sicher.

………….

Nach dieser Email musste ich erst einmal eine grosse Tasse Tee trinken und schlucken. Entweder ist die Verfasserin Psychologin und auf verzweifelte deutsche Mütter spezialisiert oder die Franzosen sind uns in allem weit vorraus. Dagegen spricht, dass das französische Schulsystem immer noch auf soldatisches Auswendiglernen setzt, wir werden es also nicht herausfinden.

Auf jeden Fall ist das Thema Druck wieder da. Wir wollten ja diese Corona Krise, wie wir sie nennen, als Chance sehen: Mal den Druck rausnehmen, an die denken, denen es schlechter geht. Sich bei denen melden, die einsam sind. In der Theorie ist das schön, in der Praxis schrieb gestern die Hamburger Oma im Whats app Chat, was denn ihre Enkelkinder so machen (Übersetzt heisst das: warum meldet sich nie einer..?) und während drei gar nicht zurückschrieben und in einem Fall nur die Schwiegertochter (ich), schrieb zumindest eine Enkeltochter, wie sehr sie unter Wasser sei mit der Schule. In Hamburg scheint seit Ausbruch von Corona die Sonne. Nicht EIN wolkenverhangener Tag und wir sitzen drinnen und arbeiten- stundenlang. Verrückt. Wahrscheinlich erkennen wir das Ende der Pandemie daran, dass der Regen wieder einsetzt.

Unsere Babysitterin, meine Mutter, meine Schwester, alles Menschen, die momentan allein oder fast alleine in ihren Wohnungen sitzen und denen die Tage endlos einsam erscheinen müssen. Und gleichzeitig tobt in Kinderhaushalten der Lernstress. Irgendwas läuft schief.

Schön war diese Woche die überwältigende Resonanz zu meiner Sehnsucht nach Blumen. Montag unterstützte ich meinen örtlichen Blumenhändler und bestellte mir einen Osterstrauss, weil ich ohne Blumen nicht in Quarantäne leben wollte. Dienstag stand Blume 2000 vor der Tür, weil meine geliebte Mutter den Ruf gehört hatte und mir wunderbare Tulpen aus München (also nicht die Tulpen aus München, sonder sie in München) schickte. Heute stand wieder eine ziemlich verschreckte Blumenkurierin vor meiner Tür, die sehr viel Sicherheitsabstand hielt und mir die Blumen beinahe hinwarf. Ich war mir sicher, dass es sich um eine Verwechslung handeln musste, aber nein sie waren auch für mich. Eine meiner ältesten Freundinnen bedankte sich auf dem Weg für die von mir gelieferte heissbegehrte Masken, die sie so dringend braucht, wenn sie zu einer Krankheitstherapie muss. Nun habe ich – glaube ich genug Blumen.

Einer von dreien…
Nummer 2

Nicht alles ist schlecht, also ausser dem Thema Schule, sonst schlagen wir uns ganz gut. Die Kinder haben sich im Garten einen Hindernis Parcours aufgebaut, mit dem sie ihr „Cardio“ Programm bewältigen.

Ab und zu spielt jemand mit mir Tischtennis und gestern Abend haben wir sogar mit einem Freund im Garten ein Bier getrunken. Er an der einen Seite der Tischtennisplatte und wir an der anderen. Toll war das, richtig gut.